Haftzugsprüfung

Die Haftzugfestigkeit misst die Haftung zweier Schichten aufeinander.
Die "Haftfestigkeit" wird im Abreißversuch als Widerstand ermittelt, den eine oberflächennahe Baustoffschicht oder eine Beschichtung auf Grund ihres Haftvermögens einer mechanischen Trennung vom Untergrund entgegensetzt.

Man misst die Abreißfestigkeit unter Zuhilfenahme eines Stahlstempels, auf dem Reaktionsharz aufgeklebt ist. Dieser wird durch ein Zugprüfgerät senkrecht zum Untergrund abgezogen. Kommt es dabei zu einem Bruch bzw. Abriss im Beton, spricht man vom Kohäsionsbruch. Geschieht der Bruch in der Klebefuge oder an der Grenzfläche Kleber/Beton, spricht man vom Adhäsionsbruch. Es kann aber auch in Kombinationen davon auftreten. Der Wert, der bei der Messung ermittelt wird, ist zum Teil eine Kombination aus Oberflächenzugfestigkeit und Haftzugfestigkeit.

Von der ZTV-ING (Zusätzlichen Technischen Vertragsbedingungen und Richtlinien für Ingenieurbauten) wird die nach DIN EN 1542 gemessene "Haftfestigkeit" übergreifend als Abreißfestigkeit tituliert.

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